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Entwicklung und Geschichte der Einrichtung

 

 

Bereits im Jahr 1897 hatte die heutige St. Petri – Nicolai - Gemeinde Dortmund ehemals Martin Gemeinde in der alten Radstraße Nr. 15 eine Kleinkinderschule erlassen. Es war ein Kindertagesheim des vaterländischen Frauenvereins. 1901 zog die Diakonisse Schwester Henriette Melcher von dort in die Kleinkinderschule in der Martin Kapelle, die sich in der Sternstrasse 23 befand um, und nahm dort am 02.11.1901 ihre Arbeit auf.

Martin Kapelle und Kleinkinderschule waren ein und dasselbe Gebäude. Das Haus hat auf der heutigen Rasenfläche des Kindergartenspielplatzes gestanden, bis es in der Nacht vom 6. auf den 07. Oktober 1944 durch Bomben zerstört wurde. Dem Hörensagen nach bezahlten die Eltern damals einen Monatsbeitrag von nur 40 Pfennig für den Besuch der Einrichtung,

Am 27.04.1930 zog der Kindergarten um in das eingeweihte Gemeindehaus nebenan, wo er sich heute noch befindet.

Unsere Einrichtung wurde von 1901 bis 1977 von Schwestern aus dem Betheler Diakonissen Mutterhaus „Sarepta“ geleitet.

Im Jahre 2001 feierten wir im Rahmen eines großen Sommerfestes das 100 jährige Bestehen. Ab dem Kindergartenjahr 2002/03 wurde die bis dahin angebotene geteilte Betreuungszeit erweitert in 9 Plätze für 45 Std. Betreuung, 11 Plätze für eine Blockzeit bis 14 Uhr und 45 Plätze die weiterhin in geteilter Öffnungszeit verblieben.

Seit dem 19.01.2004 arbeitet unsere Einrichtung integrativ und wird in der Regel von 2-5 Inklusionskindern besucht.

Im August 2007 fusionierte die Martin Gemeinde mit den Nachbargemeinden

St. Petri und St. Nicolai, was zu einer engen Zusammenarbeit der drei bestehenden Kindertageseinrichtungen geführt hat.

Am 01.08.2008 gab das Presbyterium seine Kindertageseinrichtungen in die gemeinsame Trägerschaft der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund ab. Eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde im religionspädagogischen Bereich bleibt weiterhin bestehen. Zum Kindergartenjahr 2007/2008 genehmigte uns das Jugendamt 12 Plätze für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. 

Auf Grund unseres hohen Anteils an Familien mit Migrationshintergrund und der Betreuung von unter dreijährigen wurde unsere Einrichtung im Jahre 2011 als Schwerpunkteinrichtung für Sprache & Integration im Rahmen der Offensive „Frühe Chancen“ anerkannt und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Zeit von Sommer 2011 bis Dezember 2015 finanziell gefördert. Bis zum Sommer 2023 wurden wir im Rahmen des Bundesprogramms SprachKita weiter gefördert und fortgebildet. Neben der Unterstützung durch eine spezielle Sprachförderkraft konnte das Team im Bereich „Sprachförderung im Alltag“ in einer einjährigen Schulung weitergebildet und auf den neuen Arbeitsbereich vorbereitet werden.

Wir freuen uns über die Vielzahl an Kindern und Erwachsenen, die uns in all den Jahren begleitet haben, an uns zurückdenken und unsere Einrichtung nach langer Zeit erneut besuchen, oder inzwischen ihre eigenen Kinder bei uns anmelden.

 

Die Einbettung in den Sozialraum

Unsere Einrichtung liegt in der Stadtmitte von Dortmund, nahe der Dorstfelder Brücke. Ein Teil unserer Kinder kommt aus der Gemeinde, der Großteil von ca. 98 % jedoch stammt aus Familien mit Migrationshintergrund, die auf Grund der günstigen Mieten in dieses Wohnviertel ziehen. In den letzten Jahren ist ein deutlicher Anstieg an alleinerziehenden Müttern, auch ausländischer Herkunft, festzustellen. Ansonsten geht der Großteil unserer Eltern keiner geregelten Beschäftigung nach, sondern hält sich oftmals mit Mini oder Gelegenheitsjobs  über Wasser.

Umliegend ist das Angebot für Familien oder Kinder sehr gering. Es müssen weitere Wege z.B. in die Nordstadt oder nach Dorstfeld (Schwimmen) zurückgelegt werden.

Fußläufig ist, nachdem die benachbarte Grundschule geschlossen wurde, lediglich noch eine Grundschule zu erreichen. 

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